Mittwoch, 6. Oktober 2004

Nach einem ausgiebigen Frühstück besammelten wir uns in der guten Stube, alle bewaffnet mit Schreibzeug und Papier. Es wird über die gesehenen Filme, über die Plätze der Menschen, die darin vorkamen, diskutiert. Danach hatten die Aufgabe aufzuschreiben, was für sie im Leben wichtig ist, das heisst was es an einem Platz haben müsste, an dem sie sich wohl fühlen.

 

Jeder der Konfirmanden erhält seinen eigenen Platz - einen Stuhl. Dieser wird durch eine Housse (Überzug) bedeckt, die von den Konfirmanden mit den für sie wichtigsten Dinge im Leben "verziert" wird. Diese Arbeiten werden am Nachmittag in Angriff genommen.

Danach lasen wir Geschichten aus der Bibel - unter anderem die des barmherzigen Samariters, die vom Hauptmann von Kapernaum und die Geschichte Jesus im Tempel.

Wir bildeten 2 Arbeitgruppen und überlegten uns, wie wir die Geschichte des barmherzigen Samariters verfilmen könnten und es wurde über das Drehbuch diskutiert. Man einigte sich schlussendlich darauf folgende Geschichte zusammen zu filmen:

Ein (schizophrener) Autofahrer fuhr 2 Opfer über den Haufen. 4 Passanten gingen an den Schwerverletzten sang und klanglos vorbei. Das Gras wurde immer nasser, die Kleider auch, doch dann nahte die Rettung. Der nächste Autofahrer hielt an und nahm sich endlich den Verletzten an. Er rief Passanten zu Hilfe und fuhr die Verletzten husch husch ins nächste Spital.

Die Rollen werden verteilt, Tobias und Michael verunfallen, Hans-Ulrich Perels spielt den flüchtenden Fahrer, Ann-Sophie, Antonia, Damaris und Sarah spielen die Passanten, die sich nicht kümmern und Barbara fungiert als Kamerafrau. Die Dreharbeiten sorgen für Belustigung, die Mädchen haben es sich im Auto gemütlich gemacht, um ja nicht nass zu werden, während die beiden Jungs sich im nassen Gras wälzen und Sprüche wie "Chömed Chind, stürzet eui" "Wääk wie gruusig, die sind glaub scho tod" und "Huch, zwei Verletzte, was machen wir denn da" machten es allen schwer, ernst zu bleiben.

Zurück im Haus machten wir uns an die Mittagessen-Vorbereitungen (wenigstens die einen, die anderen suchten nach trockenen Kleidern). Nach dem Mittagessen begannen wir, mit Vorbereitungsarbeiten an unseren Stühlen. Wir schnitten Schablonen aus, die wir später auf die Houssen übertragen.

Mit Superstimmung brachen wir ungefähr um halb sechs zum Pizzaessen nach Unterägeri auf. Dort sollte auch Tobi Hoffmann noch zu uns stossen, um den Rest des Lagers mit uns zu verbringen. Nach dem Essen kurvten die Mädels noch etwas mit Barbara herum - unter anderem gingen sie gucken, ob die Kühe diesen Abend gut nach Hause gefunden hatten.

Den freien Rest des Abends nützten die einen, um einen mitgebrachten Video zu gucken, wobei der erste Film dem Pfarrer zum Opfer fiel. Tobi und Barbara stürzten sich sogleich an den Computer, um mit dem Schneiden des Filmes zu beginnen. Natürlich zogen sich unsere 2 Leseratten Tobias und Michael schon bald wieder zum Lesen (...) in ihre Zimmer zurück...

Schon bald ertönte zufriedenes Schnarchen durch's Haus - die Mädchen im Sopran, die Jungen im Bass.

PS: Schon bald erfährt man hier mehr mehr zum aktuellen Film ... hier schon mal als kleiner Vorgeschmack das Poster dazu: